Narrenkappe

von Ute Bitsch, enthüllt am Fastnachtfreitag, dem 8. Februar 2013 im Klosterareal Münsterberg, Breisach

Der Titel des Objekts "Ich Narr vergaß die Zauberdinge" zitiert die Arie des Papageno aus der "Zauberflöte". Es ist die Szene, in der Papageno glaubt, in einer ausweglosen Situation zu sein und zutiefst unglücklich an Selbstmord denkt. Da erscheinen drei Knaben und rufen, "Halt ein, halt ein! o Papageno, und sei klug, man lebt nur einmal, das sei dir gesagt!"

Ut eBitsch möchte mit dem kleinen "Narren" die Menschen anregen, in Momenten des Verzagt-, oder Traurig-  oder Erschöpft-Seins die Kraft der Natur zu nutzen, durchzuatmen und den Blick zu weiten. Dadurch einen neuen Blickwinkel zu bekommen und die Dinge anders zu betrachten. 

Das Material: Filz. Das ist der Stoff, aus dem die Künstlerin ihre Kreationen entstehen lässt. Filz, die Textilie, ist vergänglich. Spannend daran wird der Prozess sein, den dieses Objekt mit den Jahren durchlaufen wird, weil sich das Material im Freien verändern wird. Aber in welchem Zeitraum, in welchen Phasen, das gilt zu entdecken, ebenso wie die Freiheit des Blicks und der Gedanken an diesem herrlichen Aussichtsplatz auf dem Breisacher Münsterberg.

 

Aufgestellt am 8. Februar 2013 im Klostergarten auf dem Münsterberg in Breisach