Baum der Element, steinerner Ausdruck vom Enstehen und Vergehen

 von Joachim Bihl, enthüllt am 9. Juni 2013 im Gewann Eichstetter Tal bei den Schelinger Matten

Das Werk besteht aus drei ineinander übergreifende Teilen: Der Sockel  ist die Wurzel, das Mittelteil der Stamm, das obere Stück die Krone. Auf der vom Süden her sichtbaren Seite des Sockels ist das Fragment einer Totenkopfes eingearbeitet, aus dem Blütenblätter herauswachsen. Der elementare Verfall und das daraus schon wieder entstehende neue Leben werden sichtbar. Erschreckend und erfreulich zugleich. Auf dem sich daraus erhebenden Stamm ist als erstes Element "Wasser" dargestellt. Darüber steht als goldene Spirale das Wort "Ursprung", denn das Leben kommt aus dem Wasser. Das Relief einer Eiche zeigt auf dem Stamm das Bild des Elemente-Umwandlers "Baum". In der Baumkrone ist durch die Sonne "Feuer" dargestellt, das Wasser verdampfen lässt. Diese beiden ermögliche Wachstum und Leben.

Vom Norden her sieht man den frei gestalteten Sockel und darüber das Element "Erde". Durch den eingelassenen Quarzit wird sie als blauer Planet hervorgehoben. Umgeben von geometrischem Netzwerk und Symbolik trägt der darüber liegende eingehauene Ammonit das Wort "Achtsamkeit". Diese Reihenfolge bedarf keiner weiteren Erläuterung. Darüber ist wieder eine Eiche releviert.  Das Element "Luft" wird in der Krone durch ein Wind herausblasendes Gesicht dargestellt. Neben schwebenden Wolken steht der Spruch "Atem der Zeitalter", der darauf hinweist dass jeder Atemzug, den wir einatmen, durch endlose Zeiten geweht wird, von unzähligen Wesen ein- und ausgeatmet. Umgewandelte Luft von Bäumen und Photonen.

So sehen wir auf dem Baum der Elemente - beginnend mit dem Fragment des Totenkopfes und endend mit dem Element Luft - den ganzen Kreislauf der "Materie". Dieser Kreislauf ist ein Aspekt bei der Ergründung des Geheimnisses der Natur beim "stillen" Betrachten. 

Wenn wir uns im Klaren sind, dass wir alle in unserem Sein diesem Wandel der Elemente unterliegen, erzeugt das ein Gefühl der Gleichwertigkeit mit anderen Menschen. Die Elemente sind die Grundlage allen Seins. Gleichzeitig werden Mitgefühl und Liebe gestärkt, die Frage nach Beständigkeit keimt auf und sucht in uns nach "stillen" Antworten.

 

Aufgestellt am 9. Juni 2013 im Gewann "Eichstetter Tal" bei Vogtsburg-Schelingen